19Nov., 2025
Igel

Biologische Daten

Lebensalter 7 bis zu 10 Jahre
Körpergewicht ca, 450–700 g
Größe 22 bis 30 cm

Allgemeines

Laut Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel ein geschütztes Tier. Er gilt als pflegebedürftig, wenn er Anfang Oktober weniger als 200g oder im November oder später deutlich weniger als 500g wiegt. Kranke und verletzte Tiere dürfen ganzjährig aufgenommen werden.

Haltung

Igel sind Einzelgänger. Jeder Igel benötigt ein eigenes Gehege, da es sonst zu Beißereien und Futterneid kommen kann.

Gehege
Für die Pflege eines Igels benötigt man ein Gehege mit einer Mindestgröße von 2 qm. Die Seitenwände sollten eine Höhe von ca. 50 cm haben. Um Kletterunfälle zu vermeiden, sollten sie glatt sein und senkrecht aufgestellt werden.

Gehegestandort
Das Igelgehege ist in einem gut belüfteten Raum mit ausreichendem Lichteinfall bei Temperaturen von 18 bis 20°C aufzustellen. Igel sind sehr geräuschempfindlich und schlafen tagsüber. Aus diesem Grund eignen sich Küche, Kinderzimmer oder Garage nicht als Standort! Keinesfalls sollte der Igel in Wohnräumen frei herum laufen, da er sich in Ecken verkriechen kann und dann rückwärts nicht mehr heraus kommt, weil sich seine Stacheln abspreizen. Der Kontakt zu Haustieren insbesondere Hunden ist zu meiden. Der Igel verliert seine natürliche Scheu. Zurück in freier Natur können lebensgefährliche Situationen entstehen.

Gehegeeinrichtung
Der Igel benötigt ein ca. 30x25x20 cm (LxBxH) großes Schlafhaus mit einem ca. 10×10 cm großen Eingang, welches mit reichlich zerknülltem Papier ausgelegt wird. Gut geeignet ist z.B. ein umgestülpter Karton. Für den Auslauf verwendet man ebenfalls Papier. Die meisten Igel richten sich einen festen Kotplatz ein. Dieser lässt sich, mit reichlich Zeitung versehen, problemlos sauber halten.

Grundnahrungsmittel
– Katzen- oder Hundedosenfutter –
– Eier (hart gekocht, Rührei) –
– Geflügelfleisch (gekocht) –
– Hackfleisch (durchgegart) –

Diese Grundnahrungsmittel werden wechselnd oder gemischt, angereichert mit 1 TL Pflanzenöl angeboten. Niemals einseitig füttern!

Häuschen
Um dem Ruhebedürfnis des Chinchillas während des Tages Rechnung zu tragen, bietet man eine Tonröhre oder ein anderes Versteck an, wohin es sich zurückziehen kann. Mehrere Tiere benötigen mehrere Unterschlupfmöglichkeiten!

Ballaststoffe
– Weizenkleie –
– Haferflocken –
– Igeltrockenfutter –

Pro Portion (150 g) gibt man entweder 1 EL Weizenkleie oder 2 EL Haferflocken bzw. Igeltrockenfutter zum Grundnahrungsmittel. Evtl. mit Wasser anfeuchten.

Zusatzfutter
Hühnerklein wie Flügel, Hals, Rücken (gekocht, enthäutet, mit Knochen) Mindestes 1x in der Woche füttern. Es beugt Zahnsteinbildung vor.

Ungeeignet sind Speisereste, Süßes, Obst, Gemüse, Nüsse sowie Milchprodukte wie Quark und Joghurt!

Futtermenge
Die Futtermenge ist abhängig vom Körpergewicht und Gesundheitszustand des Igels. Ein mittelgroßer Igel frisst ca. 150g am Tag. Er sollte täglich ca. 10-15g, bei starker Abmagerung 15-20g an Gewicht zunehmen. Gefüttert wird 1x täglich abends. Bei stark geschwächten Tieren über den ganzen Tag Futter anbieten.

Getränke
Zum Trinken bekommt der Igel frisches Wasser aus einem flachen, kippsicheren Glas- oder Keramiknapf. Keine Milch anbieten! Sie kann zu lebensbedrohlichen Durchfällen führen! Futter- und Getränkereste täglich entfernen und Näpfe gründlich reinigen!

19Nov., 2025
Chinchilla

Biologische Daten

Lebensalter max. 20 Jahre
Geschlechtsreife 6 Monate
Zuchtreife 8 Monate
Trächtigkeitsdauer 111 Tage
Wurfgröße 1– 4 Tiere
Säugezeit 6–8 Wochen

Allgemeines

Chinchillas leben in Kolonien, die von einem Männchen, seinen Weibchen und den Jungtieren gebildet werden. Eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht und führt zu psychischem Stress! Wünschen Sie keinen Nachwuchs bei Ihren Tieren, sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern!

Haltung

Käfig
Für die Wohnungshaltung benötigt man einen Drahtkäfig mit einer Mindestgröße von 80(L) x50(B)x100(H) cm und einer ca.10-15 cm hohen Bodenschale aus Metall.

Käfigstandort
Der Käfig ist an einem hellen, trockenen und zugfreien Ort bei einer Temperatur von 16 bis 22°C aufzustellen. Ein Platz neben der Heizung oder in der Nähe von Radio und TV ist ungeeignet!

Käfigeinrichtung
Als Einstreu geeignet sind Holzspäne oder Strohpellets, Stroh und Heu. Auf keinen Fall sollte zu feines oder stark staubendes Material verwendet werden!

Futternäpfe
Es werden eine Futterraufe für Heu, eine standfeste Tonschale für das Trockenfutter sowieeine am Käfiggitter einhängbare Trinkflasche benötigt. Ein erwachsenes Chinchilla trinkt täglich bis 60 ml Wasser.

Sandbad
Zur Pflege und Reinigung des Felles ist eine ausreichend große Schale mit Chinchilla-Spezialsand nötig. Keinen Vogelsand verwenden!

Häuschen
Um dem Ruhebedürfnis des Chinchillas während des Tages Rechnung zu tragen, bietet man eine Tonröhre oder ein anderes Versteck an, wohin es sich zurückziehen kann. Mehrere Tiere benötigen mehrere Unterschlupfmöglichkeiten!

Sonstiges
Es sollte mindestens ein Sitzbrett in mittlerer Käfighöhe vorhanden sein, um den Bedürfnissen des Springens und Nagens gerecht zu werden.

Pflege

Auslauf
Chinchillas verkosten alles! Aus diesem Grund sollte Auslauf in der Wohnung nur unter Aufsicht erfolgen. Gefahrenquellen wie Stromkabel, offene Türen, spitze Gegenstände usw. sind vorher zu beseitigen.

Giftpflanzen
Im Haus: z.B. Alpenveilchen, Christusdorn, Nelken, Narzissen, Kroton, Dieffenbachie, Weihnachtsstern, Korallenbäumchen

Im Garten: z.B. Oleander, Holunder, Äste vom Steinobst (Blausäure), Äste von Birke und Kastanie (Gerbsäure), Äste mit Moosoder Pilzbefall

Vergiftungsgefahr besteht außerdem durch das Benagen von mit Holzschutzmitteln imprägnierten Holzgegenständen und mit Insektiziden behandelten Ästen.

Futter und Äste von Weg- und Straßenrändern sind durch Autoabgase verunreinigt und damit für Chinchillas ungeeignet!

Mutterlose Aufzucht mit Milchersatz
Ein Milchersatz lässt sich aus Milumil (Baby- milchersatz) herstellen. Diese Milch wird körperwarm bis zur Sättigung verabreicht. In den ersten 3 Tagen sollte die Fütterung außer nachts alle 2-3 Stunden erfolgen.

Krankheiten
Um ihr Überleben in der Gemeinschaft zu sichern, verbergen Chinchillas ihre Erkrankungen sehr lange. Achten Sie deshalb stets genau auf das Verhalten, die Nahrungsaufnahme ihrer Tiere usw. und stellen Sie sie bei Auffälligkeiten zeitnah vor!

19Nov., 2025
Hamster

Biologische Daten

Lebensalter ca. 3 Jahre
Geschlechtsreife 6–8 Wochen
Trächtigkeitsdauer 15–18 Tage

Allgemeines

Es gibt mehr als 20 Hamsterarten auf der Welt. Als Haustiere werden vor allem der Syrische Goldhamster und der Dshungarische Zwerghamster gehalten.

Der Goldhamster ist ein nachtaktiver Einzelgänger, der nur zur Paarung Kontakt zu seinen Artgenossen sucht. Der Dshungarische Zwerghamster lebt im Familienverband und kann auch tagaktiv sein.

Die Tiere haben einen starken Bewegungsdrang, da sie in ihrer natürlichen Heimat zur Nahrungssuche große Strecken zurücklegen müssen.

Haltung

Käfig
Der Käfig sollte aus einer rechteckigen Bodenwanne aus Kunststoff und einem Aufsatz aus unbeschichteten, waagerecht angeordneten Metallstäben bestehen, damit die Tiere klettern können. Der Käfig muss eine Mindestgröße von 60x40x45 cm (LxBxH) haben. Die Grundfläche lässt sich durch das Einfügen mehrerer Etagen vergrößern, die über Leitern erreicht werden. Ungeeignet sind Aquarien und Terrarien, da die Luftzirkulation unzureichend ist und die Kletteraktivität verhindert wird!

Käfigstandort
Der Käfigstandort muss so gewählt werden, dass das Tier während seiner Ruhezeit (tagsüber!) nicht gestört wird. Häufige Störungen führen zu Streß und können dadurch das Entstehen von Krankheiten fördern. Die optimale Umgebungstemperatur liegt bei 18- 24°C. Für einen ausreichenden Einfall an Tageslicht muss gesorgt sein.

Käfigeinrichtung
Als Einstreu geeignet sind Holzspäne. Als Polstermaterial dienen Heu, Papiertaschentücher oder Toilettenpapier. Auf keinen Fall synthetische Hamsterwatte verwenden! Sie kann zum Abschnüren von Gliedmaßen oder zur Verstopfung der Hamstertaschen führen!

Futternäpfe
Es werden zwei standfeste Ton- oder Glasschalen für das Saft- und Mischfutter sowie eine am Käfiggitter einhängbare Trinkflasche benötigt.

Häuschen
Benötigt wird ein Schlafhäuschen, welches groß genug für den Hamster und seine Vorräte ist.

Pflege

Sonstiges
Zur Beschäftigung dienen ein Laufrad und Hamsterspielzeug. Das Laufrad sollte eine geschlossene Rückwand besitzen, damit beim Laufen die Beine des Hamsters nicht zwischen Käfig und Rad geraten können. Das Spielzeug sollte aus Holz sein. Plastik ist ungeeignet, da es beim Zernagen und Verschlucken zu Verletzungen der Darmschleimhaut kommen kann.

Hamsterkugeln sind Tierquälerei! Die Luftzufuhr ist unzureichend, es besteht Lebensgefahr!

Eingewöhnung
Wenn Sie für Ihren Hamster ein neues Zuhause geschaffen haben, braucht er ein paar Tage Ruhe, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Legen Sie alle Zähmungsversuche in seine Aktivitätszeit, also abends oder nachts! Locken Sie Ihr Tier mit Leckerbissen wie Sonnenblumenkernen, Nüssen oder Mehlwürmern aus seinem Versteck. Legen Sie dabei die flache Hand mit dem Futter langsam auf den Boden des Käfigs. Lassen Sie dem Tier Zeit, Ihre Hand und das Futter zu erkunden. Vorsicht! Wenn der Hamster in Abwehrstellung geht (das Tier steht auf den Hinterbeinen, rattert mit den Zähnen und faucht), sollten Sie den Annäherungsversuch abbrechen und es 1–2 Tage später erneut versuchen.

Gesundheit
Beobachten Sie Ihren Hamster täglich. Ist er munter? Spielt er? Sucht er Futter? Putzt er sich? Interessiert er sich für seine Umgebung? Das sind Zeichen für sein Wohlbefinden. Wiegen Sie Ihr Tier wöchentlich. Kontrollieren Sie das Fell auf kahle Stellen. Die Augen müssen sauber und klar sein, die Ohren sauber. Sehen Sie am Po nach, ob das Fell nicht verklebt ist. Ein verklebtes Fell ist oft das erste Anzeichen für Durchfall. Keinesfalls darf Blut im Urin sein. Sollte sich Ihr Hamster anders als gewohnt benehmen oder Sie entdecken Krankheitsanzeichen, suchen Sie bitte unbedingt und zeitnah Ihren Tierarzt auf!

19Nov., 2025
Wellensittich

Biologische Daten

Körpergewicht ca. 40g
Größe ca. 22 cm
Brutdauer 18–20 Tage
Gelege 5–6 Eier
Verlassen des Nistkastens 4–5 Wochen

Allgemeines

Der Wellensittich stammt aus Australien. Die Vögel leben dort in Kolonien von bis zu 1000 Tieren. Innerhalb der Kolonie bilden die Wellensittiche Paare, die auf engem Raum brüten. Die unterschiedlichen Farbschläge gehören alle zu einer Art, wobei in freier Natur hellgrün überwiegt.

Haltung

Käfig
Der Käfig sollte ausreichend Platz bieten, da Vögel viel fliegen. Zum Klettern brauchen sie Querstäbe und ein flaches Dach.

Käfigstandort
Der beste Platz ist ein ruhiger, windgeschützter, heller Standort, aber ohne pralle Sonne und nicht direkt über der Heizung. Den Käfig so weit oben aufhängen, dass der Wellensittich Ihnen in die Augen sehen kann. Hinter dem Käfig sollte eine Wand sein. Ungeeignet ist ein Platz in der Küche, da u.a. beim Erwärmen von Pfannen und Töpfen mit Teflonbeschichtung für den Wellensittich hochgiftige Dämpfe entstehen.

Käfigeinrichtung
Zur „Möblierung“ von Käfigen verwendet man am besten frische, natürliche und unterschiedlich dicke Äste von ungespritzten Obstbäumen oder Weiden. Die Äste gründlich mit heißem Wasser abbürsten und häufig erneuern. Dadurch hat der Wellensittich viel Abwechslung. Kleine Knospen an den Zweigen dienen als Futter und Beschäftigung. Weiterhin  benötigt werden Futter- und Wassergefäße, die so anzubringen sind, dass sie nicht mit Kot und Urin beschmutzt werden können.Als Einstreu Vogelsand verwenden. Käfig täglich reinigen!

Futternäpfe
Es werden zwei standfeste Ton- oder Glasschalen für das Saft- und Mischfutter sowie eine am Käfiggitter einhängbare Trinkflasche benötigt. Zwei kleine Futterraufen für Grünfutter und Heu werden in Kopfhöhe an der Käfigwand befestigt, damit immer sauberes, frisches Heu zur Verfügung steht!

Badehäuschen
Wellensittiche benetzen im Freiland ihr Gefieder im nassen Gras oder Gebüsch. In Gefangenschaft sollten ein Badehäuschen oder eine bereit-gestellte Schale vorhanden sein.

Pflege

Freiflug
Um das große Bewegungsbedürfnis des Wellensittiches zu befriedigen, sollte er täglich unter Aufsicht Freiflug in der Wohnung haben. Gefahrenquellen beseitigen! Fenster schließen!

Gesellschaft
Da die Wellensittiche in der Natur in großen Schwärmen leben, ist die Haltung von mindestens 2 Tieren einer Einzelhaltung vorzuziehen. Einzeln gehaltene Tiere können zwar sehr zahm werden, aber für ein optimales Wohl-befinden ist ein artgerechter Sozialpartner nötig.

Giftpflanzen
Pflanzen: z.B. Efeu, Farn, Weihnachtsstern
Gemüse: Avocado
Futter: Schimmelpilzbefall
Schwermetalle: Plomben, alte Farben, Gardinenschnüre, Tiffanylampen
Pestizide, Chemikalien

Zusammenleben
Anfangs sollten Sie alles vermeiden, was Ihren Wellensittich erschrecken könnte (z.B. dauernde Unruhe, hastige Bewegungen, Greifen nach dem Vogel, lauter Ton). Erst wenn der Wellensittich seine Scheu verloren hat, können Sie versuchen, den ersten Kontakt herzustellen. Halten Sie dazu Ihre Hand erst vorsichtig an den Käfig und später z. B. mit Kolbenhirse in den Käfig und lassen das Tier Ihre Hand und das Futter erkunden. Fängt der Vogel an zu flattern, brechen Sie das Vorhaben ab und versuchen es später erneut.

Gesundheit
Erste Krankheitsanzeichen sind oft ein aufgeplustertes Gefieder, verminderte Futteraufnahme und Abgeschlagenheit (das Tier sitzt lange ruhig an einer Stelle). Suchen Sie bitte in diesem Fall oder bei allen anderen Veränderungen unbedingt und zeitnah Ihren Tierarzt auf! Bringen Sie das Tier möglichst in seinem Käfig, da häufig hier schon wertvolle diagnostische Hinweise zu finden sind!

27Sep., 2025
Meerschweinchen

Biologische Daten

Lebensalter 6–8 Jahre
Geschlechtsreife männl. ab 6. Woche
Zuchtreife männl. 10. Woche
Geschlechtsreife weibl. ab 4. Woche
Zuchtreife weibl. 5.–6. Monat
Trächtigkeitsdauer ca. 68 Tage
Wurfgröße 2–3 Tiere
Säugezeit 21–28 Tage

Mutterlose Aufzucht

Magerquark 38%, Vollmilch 48%, Eigelb 5%, Speiseöl 1%. Magermilch 33%, Mineralfutter 2%, Rahm (30% Fett) 7%

Milchersatz täglich frisch herstellen und auf Körpertemperatur erwärmt füttern. Zusätzlich ab 2. Lebenstag Brei von Pellets und Heu anbieten.

Haltung

Käfig
Für die Wohnungshaltung eignet sich ein Käfig mit abnehmbarem, unlackiertem Metallobergitter in einer Mindestgröße von 100×50 cm für 2 Tiere und mit einer ca. 10-15 cm hohen Bodenschale aus Plastik.

Käfigstandort
Der Käfig ist an einem hellen, trockenen und zugfreien Ort bei einer Temperatur von 20–22°C aufzustellen. Ein Platz neben der Heizung oder in der Nähe von Radio und TV ist ungeeignet!

Käfigeinrichtung
Als Einstreu geeignet sind Holzspäne oder Strohpellets, Stroh und Heu. Auf keinen Fall sollte zu feines oder stark staubendes Material verwendet werden!

Futternäpfe
Es werden zwei standfeste Ton- oder Glasschalen für das Saft- und Mischfutter sowie eine am Käfiggitter einhängbare Trinkflasche benötigt. Zwei kleine Futterraufen für Grünfutter und Heu werden in Kopfhöhe an der Käfigwand befestigt, damit immer sauberes, frisches Heu zur Verfügung steht!

Häuschen
Meerschweinchen sind Fluchttiere und Höhlenbewohner. Aus diesem Grund benötigen sie einen Unterschlupf, der gleichzeitig als Schlafplatz dient. Am besten eignet sich ein unbehandeltes Massivholzhaus ohne Boden mit Flachdach (Aussichtspunkt) und Schlupfloch. Jedes Tier benötigt ein eigenes Haus!

Sonstiges
Kletterrampen, Tonröhren, Äste usw. machen den Käfig interessanter und vermeiden Langeweile.

Pflege

Auslauf
In der Wohnung sollte Auslauf nur unter Aufsicht erfolgen. Gefahrenquellen wie Stromkabel, offene Türen, spitze Gegenstände usw. sind vorher zu beseitigen. Auslauf im Garten nie in der prallen Sonne! Schutzhäuschen und frisches Wasser nicht vergessen!

Gesellschaft
Meerschweinchen sind Rudeltiere und müssen daher mindestens zu zweit gehalten werden. Nur bei Beschäftigung mit Artgenossen können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen
ausleben. Ideal ist eine Gruppe von 4 und mehr Tieren bestehend aus einem Männchen und mehreren Weibchen und Jungtieren. Ein Kaninchen als Partner ist nicht zu empfehlen. Wünschen Sie keinen Nachwuchs bei Ihren Tieren, sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern!

Giftpflanzen
Im Haus: z.B. Oleander, Alpenveilchen, Christusdorn, Kroton, Farne, Weihnachtsstern, Korallenbäumchen.

Im Garten: z.B. Rhododendron, Goldregen, Nachtschattengewächse, Efeu, Sauerklee, Herbstzeitlose.

Futter von Weg- und Straßenrändern ist durch Autoabgase verunreinigt und damit als Grünfutter/ Heu ungeeignet!

Kaninchen 26Mai, 2025
Kaninchen

Biologische Daten

Lebensalter 8 Jahre
Geschlechtsreife ab 3. Monat
Zuchtreife ab 4. Monat
Trächtigkeitsdauer ca. 31 Tage
Wurfgröße 5–6 Tiere
Säugezeit 28–35 Tage

Mutterlose Aufzucht

Zur künstlichen Ernährung verwendet man eine breiige, körperwarme Mischung aus Katzenwelpenmilch und 10%iger Kondensmilch im Verhältnis 1:1. Die Fütterungsmenge beträgt 12% des Körpergewichts verteilt auf 3 Mahlzeiten pro Tag, über einen Zeitraum von 4–6 Wochen. Ab dem 14. Lebenstag zusätzlich Heu füttern.

Haltung

Käfig
Für die Wohnungshaltung eignet sich ein Käfig mit einer Mindestgröße von 120 x 60 cm für 2 kleinere Tiere (Zwergkaninchen).

Käfigstandort
Der Käfig ist an einem hellen, ruhigen und zugfreien Ort aufzustellen. Ein Platz neben der Heizung oder in der Nähe von Radio und TV ist ungeeignet! Die Tiere dürfen keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, da sonst die Gefahr eines Hitzschlages besteht.

Käfigeinrichtung
Als Käfiginventar eignet sich unbehandeltes Holz. Die Futternäpfe sollten aus Keramik bestehen. Plastik ist ungeeignet, da es beim Zernagen zu Verletzungen der Darmschleimhaut kommen kann! Weiterhin wird eine am Käfiggitter einhängbare Trinkflasche benötigt. Erwachsene Kaninchen haben einen Wasserverbrauch von bis zu 300 ml pro Tag! Als Einstreu geeignet sind Holzspäne, Holzgranulat, Strohpresspellets, Hanfstreu, Stroh und Heu. Auf keinen Fall zu feines oder stark staubendes Material verwenden, da es die Schleimhäute reizt!

Pflege

Auslauf
In der Wohnung sollte Auslauf nur unter Aufsicht erfolgen. Gefahrenquellen wie Stromkabel, offene Türen usw. vorher beseitigen.

Gesellschaft
Wer lebt schon gern allein? Auch Kaninchen sind mit einem Partner glücklicher. Wünschen Sie keinen Nachwuchs, sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern!

Giftpflanzen
Im Haus: z.B. Oleander (alle Pflanzenteile sind giftig), Tomatenpflanzen, Kartoffelkeimlinge. Palmen- und Ficusarten verursachen in der Regel keine Probleme. Im Garten: z.B. Efeu, Lupine, Goldregen, Herbstzeitlose, Sauerampfer, Schachtelhalma

Fütterung
Heu: immer
Frischfutter: 2 x täglich

Strukturiertes Grünfutter wie Gras, Kräuter, Löwenzahn, Möhrengrün, Blätter von Blumenkohl und Kohlrabi 1/2 – 2/3 der Frischfutterration

Gemüse wie Möhre, Kohlrabi, Broccoli, Sellerie etwa 1/3 der Frischfutterration Obst wie Apfel, Birne, Banane max. 1/4 der Frischfutterration

Salat z.B. Endivie, Feldsalat, Ruccola

Trockenfutter
max. 1 gestrichener EL/kg KM/Tag

Ungeeignet sind Getreide und Getreideprodukte wie Hafer, Haferflocken, Brot und Knabberstangen. Sie sollten, wenn überhaupt, nur gelegentlich und in geringen Mengen verfüttert werden.

Ebenso unangebracht sind Nüsse (zu hoher Fettgehalt), Joghurtdrops, Schokolade, Kekse sowie zu kaltes Futter.

Futter von Weg- und Straßenrändern ist durch Autoabgase verunreinigt und damit als Grünfutter/Heu ungeeignet!